FeNO-Messung – moderne Entzündungsdiagnostik bei Asthma und COPD
Die FeNO-Messung (Fractional exhaled Nitric Oxide) ist eine moderne, nicht‑invasive Untersuchung, mit der entzündliche Prozesse in den Atemwegen objektiv beurteilt werden können. Sie liefert wertvolle Zusatzinformationen bei der Diagnostik und Therapie von Asthma, COPD und dem Asthma‑COPD‑Overlap (ACO).
Wofür ist die FeNO‑Messung gut?
FeNO misst Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft – einen Marker der sogenannten Typ‑2‑ (eosinophilen) Entzündung der Atemwege. Diese Entzündungsform ist besonders relevant für Asthma, bestimmte COPD‑Phänotypen und für die Auswahl moderner Therapien.
Indikationen für die FeNO‑Messung
- Verdacht auf Asthma bronchiale
- Frühe Asthma‑Diagnose bei noch unauffälliger Lungenfunktion
- Unklare Atemwegsbeschwerden (Husten, Atemnot, Giemen)
- Abgrenzung zwischen Asthma und COPD
- Verdacht auf Asthma‑COPD‑Overlap (ACO)
- Verlaufs‑ und Therapiekontrolle bei Asthma
- Entscheidung über Beginn, Anpassung oder Reduktion einer anti‑entzündlichen Therapie
- Beurteilung der Therapietreue (Adhärenz)
- Abklärung einer Typ‑2‑Entzündung bei COPD
FeNO bei Asthma
Asthma bronchiale ist häufig mit einer eosinophilen Entzündung der Atemwege verbunden. Diese kann auch dann bestehen, wenn die Lungenfunktion noch normal ist. Ein erhöhter FeNO‑Wert spricht für eine aktive entzündliche Komponente und unterstützt die Asthma‑Diagnose sowie die individuelle Steuerung der Therapie.
FeNO bei COPD
COPD ist keine einheitliche Erkrankung, sondern umfasst unterschiedliche Entzündungs‑ und Krankheitsformen. Während klassische COPD häufig eine neutrophile Entzündung zeigt, gibt es COPD‑Patient:innen mit eosinophiler Typ‑2‑Entzündung.
Bei diesen Patient:innen kann ein erhöhter FeNO‑Wert darauf hinweisen, dass:
- eine eosinophile COPD‑Form vorliegt
- ein besseres Ansprechen auf anti‑entzündliche Therapien zu erwarten ist
- ein erhöhtes Risiko für Exazerbationen besteht
Asthma‑COPD‑Overlap (ACO)
Beim Asthma‑COPD‑Overlap zeigen Patient:innen Merkmale beider Erkrankungen. Die FeNO‑Messung kann helfen, eine relevante asthmatische bzw. eosinophile Entzündung zu identifizieren und die Therapie entsprechend auszurichten.
FeNO und Biologika – insbesondere Dupilumab
Dupilumab ist ein modernes Biologikum, das gezielt in die Typ‑2‑Entzündung eingreift. Diese Entzündungsform spielt sowohl bei schwerem Asthma als auch bei bestimmten Formen der COPD eine zentrale Rolle.
Ein erhöhter FeNO‑Wert ist ein etablierter Marker für Typ‑2‑Entzündung und unterstützt die medizinische Indikationsstellung für eine Therapie mit Dupilumab.
FeNO als Voraussetzung für die Bewilligung durch die Krankenkasse
Für die Bewilligung von Dupilumab durch die Krankenkasse ist eine nachvollziehbare Dokumentation der Typ‑2‑Entzündung erforderlich. Die FeNO‑Messung stellt dabei einen objektiven, wissenschaftlich anerkannten Marker dar.
Für die Bewilligung von Dupilumab durch die Krankenkasse ist der Nachweis einer Typ-2-Entzündung erforderlich. Die FeNO-Messung wird dabei von der Krankenkasse als objektiver Entzündungsmarker verlangt und ist Teil der Bewilligungsunterlagen. Sie ergänzt Blut-Eosinophile, Exazerbationsanamnese, Lungenfunktion und klinische Symptomatik und dient der nachvollziehbaren medizinischen Indikationsstellung.
Wie läuft die FeNO‑Messung ab?
Die Untersuchung ist einfach, schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten:
1. Ruhiges Einatmen
2. Langsames, gleichmäßiges Ausatmen in ein Mundstück
3. Sofortige Anzeige des Ergebnisses
Das Ergebnis wird direkt ärztlich besprochen.
Ihr Vorteil
- Frühere und präzisere Diagnose
- Individuelle, zielgerichtete Therapie
- Bessere Kontrolle von Asthma und COPD
- Vermeidung von Über‑ oder Untertherapie
- Objektive Entscheidungsgrundlage für moderne Therapien
Kosten
Die FeNO‑Messung ist eine private Zusatzleistung.
Kosten: 30 €
